Nobilia schafft als Gruppe die Milliardenhürde

Für die Ermittlung des Gesamt-Außenumsatzes der Unternehmensgruppe nobilia sind zum Ersten die internen Umsätze zu eliminieren (Konsolidierung), die Beteiligungsverhältnisse zum Zweiten zu berücksichtigen und zum Dritten fließen bei der Franchise-Organisation nur die Franchisegebühren – nicht dagegen die Verkaufserlöse – in die Ermittlung ein.
13. Februar 2014

 

Nach einem Umsatz von € 897,9 Mio. in 2012 hat Nobilia im Jahr 2013 mit 2.550 Mitarbeitern (2.446 Mitarbeiter in 2012) einen Umsatz von € 923,4 Mio. erzielt. Das Wachstum belief sich damit auf € 25,5 Mio. oder 2,8 %. Mit diesen Werten reiht sich das Geschäftsjahr 2013 in den langfristigen Trend kontinuierlichen und organischen Wachstums, wenn auch in abgeschwächter Form, ein, wie heute während der Bilanzpressekonferenz mitgeteilt wurde.

Der Gesamt-Außenumsatz der Unternehmensgruppe Nobilia betrug 2013 unter Berücksichtigung bestimmter (s.u.) Grundsätze € 1.003,1 Mio. Dies bedeutet eine Erhöhung von € 32,8 Mio. (3,4 %) gegenüber 2012. 580.000 Kommissionen im Verlauf des Jahres oder über 2.600 Kommissionen pro Arbeitstag bedeuten mit über 5,7 Mio. Schränken und mehr als 1,4 Mio. Arbeitsplatten einen neuen Volumenrekord.

Der Inlandsumsatz des Jahres 2013 belief sich auf € 561,9 Mio. und lag damit um € 15,1 Mio. (2,8 %) über dem Umsatz des Vorjahres. Damit hat das Inlandsgeschäft rund zwei Drittel zum absoluten Umsatzwachstum von € 25,5 Mio. beigetragen. Das sei eine neue Entwicklung, denn in den vergangenen zehn Jahren lag im Vergleich der Umsatzsteigerungen zwischen Export und Inland stets der Exportumsatz vorn. Diese erfreuliche Entwicklung der Umsätze am Inlandsmarkt hat zu einem weiteren Anstieg des Marktanteils von Nobilia geführt, der laut GfK von 29,9 % im Jahre 2012 auf 30,5 % in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 gestiegen sei.

Der Anteil des Unternehmens bei den Einrichtungshäusern ist von 38 % im Jahr 2012 auf 40 % in 2013 gewachsen. Stabilisiert hat sich der Anteil von 25,7 % bei den Küchenspezialisten, während im Bereich Mitnahme/SB der Anteil mit 18,3 % gegenüber 2012 leicht rückläufig war. Als Begründung wurde angeführt, dass hier in nicht unerheblichem Umfang zerlegte Ware vertrieben wird, die Nobilia nicht anbietet.

Der GfK zufolge umfasst der deutsche Markt – ohne IKEA – jährlich etwa 1,2 Mio. Küchen, von denen Nobilia etwa 370.000 liefert. Der statistische Endverbraucher-Durchschnittspreis auf dem deutschen Markt belief sich in 2013 auf rund € 5.900. Dieser Wert entspreche fast auf den Euro genau dem durchschnittlichen Endverbraucherpreis der 370.000 von Nobilia gelieferten Küchen. 

Der Exportumsatz 2013 belief sich auf € 361,5 Mio. und lag damit um € 10,4 Mio. (3,0 %) über dem Vorjahreswert von € 351,1 Mio. Die Exportquote betrug unverändert 39,1 %. In der Betrachtung der einzelnen Exportmärkte sind keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Sowohl in der absoluten wie auch in der relativen Betrachtung dominiert das Frankreichgeschäft. Trotz gewisser Schwächen am französischen Markt – man spreche von einem Rückgang des Gesamtmarktes von etwa 4 % bis 5 % – ist der Nobilia-Absatz in Frankreich nochmals gesteigert worden.

Unternehmensgruppe Nobilia

Der Kernbereich des Unternehmens, die Produktion von Küchen am Standort Verl und deren Vertrieb an den Handel weltweit, wurde in den letzten Jahren  durch verschiedene Formen des Einzelhandels im Ausland ergänzt, um dort Absatzkanäle für die wachsenden Produktionskapazitäten in Verl aufzubauen bzw. zu sichern. Für die Ermittlung des Gesamt-Außenumsatzes der Unternehmensgruppe Nobilia sind die internen Umsätze zu eliminieren (Konsolidierung), die Beteiligungsverhältnisse zu berücksichtigen und zudem fließen bei der Franchise-Organisation nur die Franchisegebühren – nicht die Verkaufserlöse – in die Berechnung ein. Unter Beachtung dieser Faktoren beträgt der Außenumsatz 2013 der Unternehmensgruppe Nobilia von € 1.003,1 Mio., eine Erhöhung von € 32,8 Mio. (3,4 %) verglichen mit 2012.

Die Investitionen ...

... von insgesamt € 57,5 Mio. wurden zur Erneuerung veralteter oder verschlissener Aggregate im Werk Verl-Sürenheide und die Aufstockung der Kapazität im Werk Verl-Kaunitz durch Erweiterung der Anlagen auch im Hinblick auf künftiges Wachstum der Produktionsmenge, eingesetzt. Schwerpunkt der Investitionen im Werk Verl-Kaunitz war die Fertigstellung des neuen Hochregallagers mit 5.000 m² Grundfläche, 36 m Höhe und 55.000 Lagerplätzen, das im April 2014 in Betrieb genommen werden wird.

Bei Abschreibungen von € 28,1 Mio. und einer Eigenkapitalausstattung von über 50 % der Bilanzsumme konnten die Investitionen zu einem nicht unerheblichen Teil aus Eigenmitteln finanziert werden.

Geplant sei für das Gesamtunternehmen in 2014 ein Umsatzwachstum, das wenigstens dem Umfang des Jahres 2013 entsprechen sollte. Da die GfK ein unverändert hohes Niveau der Anschaffungsneigung der Endverbraucher für den Kauf langlebiger Konsumgüter feststellt und steigende Zahlen für Wohnimmobilien im Bausektor einen Anstieg des Segments der Erstausstattungs-Küchen erwarten lassen, sei das „Stimmungsbild“ am Inlandsmarkt durchaus positiv. Die Auslandsmärkte böten unverändert differenzierte Perspektiven. Der Süden Europas hat die Folgen seiner Krise immer noch nicht überwunden. Der französische Markt sei als stabil bis leicht stagnierend einzuschätzen. Die übrigen Kernmärkte in Europa entwickelten sich voraussichtlich positiv. Bei dem Auslandsanteil von etwa 40 % werde die Verfassung der Auslandsmärkte den Geschäftsverlauf 2014 bei Nobilia maßgeblich mitbestimmen.

 

Das Umsatzwachstum 2013 von Nobilia belief sich auf € 25,5 Mio. oder 2,8 %.
Die Quote von 40% hat die dominierende Stellung bei den Einrichtungshäusern nochmals verfestigt. Stabilisiert hat sich der Anteil von 25,7 % bei den Küchenspezialisten.
Der Anteil von Nobilia ist niedrig – 4,8 % – in dem Bereich unterhalb von € 2.000. Er steigt in dem Bereich von € 2.000 bis € 3.000 an auf 23,6 % und pendelt im Bereich zwischen € 3.000 und € 10.000 zwischen 38,4 % und 47,8 %.
Der Exportumsatz 2013 belief sich auf € 361,5 Mio. und lag damit um € 10,4 Mio. über dem Vorjahreswert von € 351,1 Mio. Der Anteil des Exports am Gesamtumsatz betrug unverändert 39,1 %.