Alno AG - Piatti-Produktion geht nach Pfullendorf

Abbau von bis zu 100 Stellen in der Schweiz
16. Juni 2014

Was lange spekuliert wurde, wird nun wahr: Die Alno AG beabsichtigt, die Produktion von Piatti Küchen vom Schweizer Standort Dietlikon im zweiten Halbjahr 2014 in das Alno-Werk nach Pfullendorf zu verlagern. Am Standort Dietlikon sollen in der Produktion sowie in produktionsnahen Bereichen bis zu 100 Stellen abgebaut werden. AFP Küchen strebt sozialverträgliche Lösungen für die vom Stellenabbaubetroffenen Mitarbeiter an. Die Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretern werden jetzt eingeleitet.

Die Verlagerung der Produktion von Piatti-Küchen von Dietlikon nach Pfullendorf sei notwendig, um das operative Geschäft der AFP Küchen und der Alno Gruppe insgesamt zu stärken. Im Werk Pfullendorf steigt nach der Verlagerung die Produktionsauslastung auf nahezu 100 Prozent im Ein-Schicht-Betrieb – ohne Personalaufbau. Dadurch verbessert sich insgesamt die Kostenstruktur innerhalb der Alno-Gruppe.  Durch die flexiblen Fertigungskapazitäten in Pfullendorf ist es möglich, das Produktportfolio von Piatti im Premiumbereich um Materialien wie Glas und Keramik zu erweitern. Darüber hinaus werden zusätzliche Effekte am Alno Produktionsstandort in Brilon erzielt, da Piatti künftig auch im Preiseinstiegssegment entsprechende Produkte anbieten wird. Insgesamt stelle sich Piatti mit dieser deutlichen Ausweitung seines Portfolios besser für das Privatkunden- und Objektgeschäft in der Schweiz auf und könne so zusätzliches Umsatzpotential nutzen.

Unabhängig von der Produktionsverlagerung bleiben Produktentwicklung, Vertrieb und Geschäftsleitung von AFP Küchen weiterhin am Standort Dietlikon. AFP Küchen wird mit seinen beiden Marken Piatti und Forster Schweizer Stahlküchen weiterhin mehr als 400 Mitarbeiter in der Schweiz beschäftigen. Davon arbeiten etwas mehr als 100 am Forster-Produktionsstandort in Arbon, etwa 300 in Vertrieb, Service und Administration sowie in den unternehmenseigenen Küchenstudios, die rund 80 Prozent des AFP-Umsatzes erwirtschaften.